Dringlichkeitsantrag der ÖVP zur Parkbad-Situation von Regierung abgeschmettert

Die Koalition aus SPÖ und Bürgerliste (LBW) hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag der Volkspartei Bruck an der Leitha zur Aufklärung des Sanierungsdesasters im Parkbad mehrheitlich abgeschmettert. Während das beliebte Erlebnisbecken die gesamte Sommersaison 2026 eine unbenutzbare Schuttbaustelle blieb und massiver finanzieller Schaden entstand, verweigert die Stadtführung unter Bürgermeister Gerhard Weil jegliche Transparenz. ÖVP-Klubsprecher Ronald Altmann kritisiert diesen Kurs scharf: Statt die Bauschäden vor dem nahenden Winter aufzuarbeiten und die Badesaison 2027 zu sichern, betreibt die Stadtregierung reine Vertuschung auf dem Rücken der Steuerzahler.
Vertuschung statt Transparenz im Gemeinderat
In der September-Sitzung des Gemeinderates brachte ÖVP-Klubsprecher Mag. Ronald Altmann einen umfassenden Dringlichkeitsantrag ein, um das Fiasko um das Brucker Parkbad endlich aufzuarbeiten. Der Antrag sah vor, dass Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) und die zuständigen Stellen dem Gemeinderat einen lückenlosen Schadensbericht vorlegen. Zudem sollte die Stadtgemeinde unverzüglich Regress- und Gewährleistungsansprüche gegenüber den ausführenden Baufirmen prüfen und ein verbindlicher Bauzeitplan für die Saison 2027 beschlossen werden.
Doch die Mehrheit aus SPÖ und LBW verweigerte dem Antrag die notwendige Dringlichkeit und verhinderte damit eine sachliche Debatte und Beschlussfassung. Für die ÖVP ist dieses Verhalten unverständlich: Wer Transparenz blockiert, dokumentiert vor den Bürgerinnen und Bürgern schlichtweg das eigene Scheitern.
Bizarre Ausreden und enormer finanzieller Schaden
Das Parkbad ist die wichtigste sommerliche Freizeiteinrichtung für Familien aus Bruck an der Leitha und Wilfleinsdorf. Umso schwerer wiegt das Ausmaß des Baustellendesasters: Die Hauptattraktion – das Erlebnisbecken samt Sprungturm – blieb den gesamten Sommer 2026 wegen gravierender Baumängel gesperrt. Großflächige Hohlräume unter den Fliesen und wegbrechende Betonteile machten eine Nutzung unmöglich. Ein von der Stadtführung voreilig angekündigter Fertigstellungstermin im Juli verstrich fruchtlos.
Besonders haarsträubend waren die öffentlichen Rechtfertigungen der Stadtspitze in den Medien. Bürgermeister Gerhard Weil führte das Scheitern der Sanierung auf die Sommerhitze zurück, durch die der Beton zu schnell ausgetrocknet sei, woraufhin Fliesen abfielen, ehe schließlich der Betriebsurlaub der Baufirma die Arbeiten endgültig lahmlegte. Ein solch unprofessionelles Baustellenmanagement wirft drängende Fragen zur Bauaufsicht und Qualitätssicherung auf. Durch die Teilschließung und verringerte Eintrittspreise erlitt die Stadtgemeinde zudem erhebliche Einnahmenausfälle – und das mitten in einem schmerzhaften Konsolidierungsprozess.
Frostperiode gefährdet die Badesaison 2027
Neben den finanziellen Versäumnissen birgt das Ablehnen des Antrags auch ein erhebliches technisches Risiko. Beton- und Fliesenarbeiten im Wasserbereich erfordern frostfreie Witterung. Wenn Ursachenforschung und Baumaßnahmen nicht unverzüglich im Herbst eingeleitet werden, drohen über die Wintermonate schwere Frostschäden im offenliegenden Beckenkörper.
Durch das Abwarten der Stadtregierung läuft die Gemeinde Gefahr, im Frühjahr 2027 vor demselben Trümmerfeld zu stehen. Öffentliche Ausschreibungs- und Baufristen dauern mehrere Monate. Wer jetzt wertvolle Zeit verstreichen lässt, gefährdet den pünktlichen Saisonstart im Mai 2027 vorsätzlich.
Die Volkspartei fordert weiterhin volle Aufklärung
ÖVP-Klubsprecher Ronald Altmann stellt klar, dass die Volkspartei bei diesem Thema nicht lockerlassen wird: Während die Bürgerinnen und Bürger mit Gebührenerhöhungen belastet werden und Vereine um Förderungen bangen müssen, wird im Parkbad Steuergeld durch mangelhafte Bauaufsicht versenkt. Entstandene Mehrkosten dürfen keinesfalls einseitig auf die Steuerzahler abgewälzt werden. Sollten Ausführungsfehler der Unternehmen vorliegen, müssen Regressansprüche konsequent eingefordert werden.
Die Volkspartei Bruck & Wilfleinsdorf wird sich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass der finanzielle Schaden lückenlos aufgeklärt wird und die Familien unserer Stadt im Mai 2027 endlich wieder ein voll funktionsfähiges Parkbad vorfinden.