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7. Oktober 2026

Parkbad

Parkbad

Die Sperre des Erlebnisbeckens im Parkbad Bruck während der vergangenen Badesaison hat bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Unverständnis gesorgt. Um lückenlose Transparenz über die entstandenen Mehrkosten, Einnahmenausfälle sowie die Haftungsfragen zu schaffen, brachte ÖVP-Fraktionssprecher Stadtrat Ronald Altmann einen Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat ein. Das Ziel ist ein verlässlicher Fahrplan für die kommenden Badesaisons.

Dringlichkeitsantrag fordert Transparenz und Ursachenklärung

Das Erlebnisbecken samt Sprungturm musste im vergangenen Sommer aufgrund von Schäden am Becken und verzögerten Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt bleiben. Obwohl die Eintrittstarife für die Badegäste reduziert wurden, verbrachten die Besucherinnen und Besucher die heißen Sommermonate neben einer abgesperrten Baustelle.

Vor diesem Hintergrund betonte ÖVP-Fraktionssprecher Ronald Altmann die Notwendigkeit einer raschen und vollständigen Aufarbeitung. Die Bevölkerung von Bruck und Wilfleinsdorf habe ein Recht darauf zu erfahren, welche Kosten durch die missglückten Arbeiten entstanden sind, wer dafür die Verantwortung trägt und wie hoch die tatsächlichen Einnahmenverluste für die Stadtgemeinde ausfallen.

Konkrete Punkte zur Absicherung der Badesaison 2027

Der von der Volkspartei eingebrachte Dringlichkeitsantrag beinhaltet mehrere zentrale Forderungen an die Stadtführung:

Lückenlose Kostenaufstellung: Eine detaillierte Übersicht über sämtliche Sanierungskosten sowie die durch reduzierte Eintrittspreise entstandenen Einnahmenausfälle.
Gutachten und Regressansprüche: Die Erstellung eines unabhängigen Gutachtens zur Klärung der Schadensursachen und Bauverzögerungen sowie die rechtliche Prüfung von Regressansprüchen gegenüber den ausführenden Baufirmen.
Fahrplan für die Zukunft: Die Erarbeitung eines verbindlichen Termin- und Sanierungsplans für die Badesaison 2027, um weitere Schließtage oder Folgeschäden zu verhindern.
Schutz der Badegäste: Eine klare Zusage, dass die entstandenen Mehrkosten keinesfalls über spätere Preiserhöhungen auf die Badegäste abgewälzt werden.

Weiterer Verlauf im Prüfungsausschuss

Im Gemeinderat fand der Dringlichkeitsantrag die Unterstützung von ÖVP, FPÖ und den Grünen. Die Mehrheit aus SPÖ und der Bürgerliste LBW stimmte jedoch gegen die Aufnahme des Antrags in die Tagesordnung, wodurch eine direkte inhaltliche Debatte im Gemeinderat ausblieb. Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) verwies in diesem Zusammenhang auf die anstehende Behandlung der Causa im zuständigen Prüfungsausschuss sowie in der Verwaltungsgruppe zehn.

Der Prüfungsausschuss hat sich bereits in einer ersten Sitzung mit der Thematik befasst. Da aufgrund eines Krankheitsfalls im Bauamt noch nicht alle Unterlagen vollständig vorgelegt werden konnten, wird sich der Ausschuss in einem Folgetermin erneut mit dem Parkbad beschäftigen. In diesem Rahmen sind auch die Einsichtnahme in alle relevanten Dokumente sowie ein Lokalaugenschein vor Ort vorgesehen.